• Rudolf Diesel, Erfinder des Dieselmotors, 1895
  • Albert Einstein, Erfinder der Relativitätstheorie, 1905-1915
  • Max Planck, Schöpfer der nichtklassischen Physik, 1900
  • Otto Lilienthal, Erfinder des Flugzeugs, 1891
  • Philipp Reis, Erfinder des Telefons, 1861
  • Carl Benz, Erfinder des Autos, 1886
  • Rudolf Diesel, Erfinder des Dieselmotors, 1895
  • Albert Einstein, Erfinder der Relativitätstheorie, 1905-1915
  • Max Planck, Schöpfer der nichtklassischen Physik, 1900
  • Otto Lilienthal, Erfinder des Flugzeugs, 1891
  • Philipp Reis, Erfinder des Telefons, 1861

Die Landkarte der Erfinder und Entdecker

Die Geografie der Erfindungen und Entdeckungen. Diese Deutschland-Karte zeigt euch, wo die auf dieser Website beschriebenen Erfindungen und Entdeckungen gemacht wurden. Folgende Regeln wurden dabei angewandt: 1. Die Markierung zeigt den (ungefähren) Ort an, wo es zu der entscheidenden Phase der Erfindung kam. 2. Der Geburtsort des Erfinders wird dann markiert, wenn er seine Erfindung im Ausland machte. 

Wenn ihr mit dem Cursor eine Markierung berührt und der Kopf aufleuchtet, erscheint eine kleine Info darüber, wer an diesem Ort welche Erfindung gemacht hat oder welcher Erfinder hier geboren wurde oder hier gelebt hat. Wenn ihr darauf klickt, werdet ihr zu der Kurzinfo der Erfindung geleitet.

Es fällt auf, dass die Erfindungen und Entdeckungen in Deutschland geografisch unterschiedlich verteilt sind. Es gibt offensichtlich im Südwesten Deutschlands viel mehr Tüftler und Bastler als anderswo. Man könnte daraus den Schluss ziehen, dass die Süddeutschen anders gestrickt sind als die Norddeutschen, dass sie eher den Hang haben, sich Dinge auszudenken, um sich das Leben einfacher zu machen, dass sie die Verbesserung schwieriger Lebensumstände selbst in die Hände nehmen, anstatt auf Hilfe vom Staat zu warten. Sind die Süddeutschen vielleicht individualistischer und die Norddeutschen etatistischer orientiert? Man kommt richtig ins Grübeln, wenn man die hohe Erfinderdichte mit den  niedrigen Arbeitslosen-Raten und den guten Pisa-Ergebnissen im Süden Deutschlands in Beziehung setzt. Oder mit dem „Glücksatlas“, wonach in Süd- und Südwestdeutschland die glücklichsten Menschen leben. Es fällt schwer, an reinen Zufall zu glauben. Aber diese Frage ist sicher nichts für Ingenieure, an der sollen sich mal die Soziologen die Zähne ausbeißen!

Die starke Häufung der Erfinder in Berlin ist zweifellos auf die günstigen Rahmenbedingungen zurückzuführen, die die Preußenkönige schon vor der Reichsgründung 1871 eingeleitet haben. Also keineswegs auf eine besondere Schlauheit der Berliner. Die Universität wurde schon 1810 von dem Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt gegründet, zahlreiche neue Naturwissenschaften wurden von seinem Bruder Alexander von Humboldt gefördert. 1879 entstand die Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg. Die Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften wurde schon 1700 gegründet, mit dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz als erstem Präsidenten. In ihr waren zum ersten Mal Natur- und Geisteswissenschaften zusammen gefasst. Die Kaiser-Wilhelm-Institute, die außeruniversitäre Forschungseinrichtungen für naturwissenschaftliche Spitzenforschung waren, wurden 1911 geschaffen. Nach dem 2. Weltkrieg wurden daraus die renommierten Institute der Max-Planck-Gesellschaft. Mit der Ausnahme von Konrad Zuse sind alle Erfinder und Entdecker in Berlin „Zugereiste“. Der Pommer Lilienthal, der Schlesier Borsig, die Niedersachsen Siemens und Koch, der Hesse Hahn, der Schwabe Schlack, der Badener Ruska, der Holsteiner Planck, sie alle fanden in Berlin mit ihren bahnbrechenden Erfindungen ein günstiges Umfeld, wissenschaftliche und technische Schulen, staatliche Institute, ab Mitte des 19. Jahrhunderts moderne Fabriken im Berliner Maschinenbau-Viertel, dem „Feuerland“, mit einer gut ausgebildeten Arbeiterschaft, Forschungseinrichtungen und natürlich die Nähe zu Regierungsstellen, so dass ihre Neuentwicklungen „ankamen“, vor den entscheidenden Gremien Gehör fanden, in Gewerbeausstellungen der Öffentlichkeit gezeigt werden konnten und in dieser Vernetzung nicht so leicht ins Leere liefen wie in der „Provinz“. Berlin als Erfinder-Spitzenreiter, heute aber auch Spitzenreiter bei Arbeitslosen, Pisa-Schlusslicht und rote Laterne im Glücksatlas sind nur scheinbare Widersprüche. Umfeld und Rahmenbedingungen sind der entscheidende Ackerboden für Innovationen trotz der Anleitung zum Unglücklichsein. Die Landkarte zeigt die Orte, wo die entscheidende Phase der Erfindung gemacht wurde. Wenn man die Geburtsorte der Erfinder zugrunde legt, ergibt sich schon ein viel ausgeglicheneres Bild der geografischen Verteilung.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. April 2012 um 16:21 Uhr